Die Werkreihe hat den Titel Uroboros.

Uroboros, die sich in den Schwanz beissende Schlange, war in der Antike Symbol für Anfang- und Endlosigkeit, den ununterbrochenen Kreislauf von Leben und Tod. (C. G. Jung nannte so das Schattenreich des Unbewussten).

Meine Figuren, die ich auf hauchdünnen marmorierten Papieren finde und zu Ornamenten zusammenfüge, sind das Personal für Szenen, deren Herkunft ich nicht analysieren kann. Es sind Meerfrauen und andere Mischwesen (Nymphen, Sirenen, Monstren), die in unserer Kultur immer wieder auftauchen.

Ich verstärke das Zusammenfügen der Fundstücke in einem zweiten Schritt dadurch, dass ich von den Zeichnungen Vergrösserungen mit dem Laserkopierer anfertige und auf diesen weiterzeichne. Die Bearbeitung wird zu einem Spiel mit dem Bildraum, indem es ihn z.B. nach vorn abschliesst und eine Art Guckkasten schafft.

Die Unmöglichkeit des Zeitaufwands, des Formats und des Materials üben eine beträchtliche Faszination auf mich aus.

Gegen alle Vernunft und besseres Wissen musste ich es selbst probieren – Tarnkappenprotest gegen Riesenformate und Effektivität!

Bei den gezeigten Bildern handelt es sich um mit Bunt- und Lackmalstiften bearbeitete Laserkopien, Stärke 200 g, Format 29,5×21 cm.

Die Vorlage für die Laserkopien sind Buntstiftzeichnungen auf marmoriertem Papier, Format 21×12,5 cm.